WordPress umziehen: Schritt für Schritt zum neuen Hoster

Veröffentlicht am 07/10/2026
Laptop mit Performance-Dashboard und Stoppuhr

Deine WordPress-Seite ist zu langsam, der Support antwortet erst nach Tagen oder der Preis ist nach dem ersten Vertragsjahr deutlich gestiegen? Dann ist ein Wechsel des Hosters oft die beste Lösung. Viele schieben den Umzug trotzdem vor sich her, weil sie Angst haben, dass Website oder E-Mails ausfallen. Mit einer guten Vorbereitung ist das Risiko aber gering. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du deine WordPress-Website sauber zu einem neuen Hoster umziehst.

Kurz gesagt: Erstelle zuerst ein vollständiges Backup, kopiere die Website per Migrations-Plugin oder manuell auf den neuen Webspace, teste sie dort und stelle erst dann Domain und DNS um. Den alten Vertrag kündigst du erst, wenn Website und E-Mails beim neuen Anbieter laufen. Wechselst du zu servflix.com, übernehmen wir den Umzug kostenlos für dich.

Was solltest du vor dem Umzug vorbereiten?

Ein guter Umzug beginnt mit einer Bestandsaufnahme. So vermeidest du Überraschungen, wenn es ernst wird.

  • Vollständiges Backup: Sichere Dateien und Datenbank, zum Beispiel mit einem Backup-Plugin oder über das Kundenmenü deines bisherigen Hosters. Lade das Backup auf deinen Rechner herunter.
  • Zugangsdaten sammeln: Du brauchst den Login zu WordPress, zum Kundenmenü des alten Hosters, zur Domainverwaltung und zu deinen E-Mail-Postfächern.
  • PHP-Version prüfen: Notiere, welche PHP-Version deine Seite aktuell nutzt. Beim neuen Hoster solltest du mindestens dieselbe oder eine neuere Version einstellen, die deine Plugins unterstützen.
  • Größe der Website ermitteln: Gerade Mediatheken mit vielen Bildern oder Videos können groß sein. Das entscheidet mit darüber, welche Umzugsmethode sich eignet.
  • Ruhigen Zeitpunkt wählen: Plane den Umzug für eine Zeit mit wenig Besuchern und ändere in dieser Phase keine Inhalte.

Methode 1: Umzug mit einem Migrations-Plugin

Für die meisten Websites ist ein Migrations-Plugin der einfachste Weg. Bekannte Plugins wie Duplicator, All-in-One WP Migration, WPvivid oder Migrate Guru packen Dateien und Datenbank in ein Paket und stellen es auf dem neuen Webspace wieder her. Dabei passen sie in der Regel auch die Adressen in der Datenbank automatisch an.

  1. Installiere WordPress beim neuen Hoster, zum Beispiel per 1-Klick-Installation.
  2. Installiere das Migrations-Plugin auf der alten und auf der neuen Installation.
  3. Exportiere auf der alten Seite ein Paket mit Dateien und Datenbank.
  4. Importiere das Paket auf der neuen Installation.
  5. Melde dich danach mit deinen bisherigen WordPress-Zugangsdaten an, denn die werden mit übertragen.

Beachte, dass einige Plugins in der kostenlosen Version Größenbeschränkungen für den Import haben. Bei sehr großen Seiten ist ein Plugin mit direkter Server-zu-Server-Übertragung oder die manuelle Methode oft zuverlässiger.

Methode 2: Manueller Umzug per SFTP und Datenbank

Die manuelle Methode dauert etwas länger, gibt dir aber volle Kontrolle. Sie eignet sich für große Websites oder wenn ein Plugin abbricht.

  1. Dateien kopieren: Lade alle Dateien deiner WordPress-Installation per SFTP herunter und auf den neuen Webspace hoch. Wichtig ist vor allem der Ordner wp-content mit Themes, Plugins und Uploads.
  2. Datenbank exportieren: Exportiere die Datenbank über phpMyAdmin oder per Kommandozeile als SQL-Datei.
  3. Datenbank importieren: Lege beim neuen Hoster eine leere Datenbank an und importiere die SQL-Datei.
  4. wp-config.php anpassen: Trage Datenbankname, Benutzer, Passwort und Host der neuen Datenbank ein.
  5. Adressen ersetzen, falls nötig: Ändert sich die Domain, ersetzt du die alte durch die neue Adresse, am besten mit WP-CLI (wp search-replace) oder einem Plugin, das serialisierte Daten korrekt behandelt.

Wie stellst du Domain und DNS um?

Erst wenn die Website beim neuen Hoster vollständig läuft, leitest du die Domain dorthin. Dafür gibt es zwei Wege:

  • Nur die DNS-Einträge ändern: Die Domain bleibt beim bisherigen Anbieter, du stellst dort lediglich den A-Record (und gegebenenfalls AAAA-Record) auf die IP-Adresse des neuen Servers um.
  • Domain komplett umziehen: Du forderst beim alten Anbieter den Auth-Code an und gibst ihn beim neuen Anbieter an. Danach verwaltest du Domain, DNS und Website an einem Ort. Wie das bei uns abläuft, siehst du auf der Seite Domains.

Tipp: Setze die TTL deiner DNS-Einträge einige Stunden vor der Umstellung auf einen niedrigen Wert. Dann greifen die neuen Einträge schneller. Bis die Änderung überall angekommen ist, kann es trotzdem einige Stunden dauern.

Was passiert mit deinen E-Mail-Postfächern?

E-Mails werden beim Website-Umzug oft vergessen. Lege beim neuen Hoster zuerst dieselben Postfächer an. Bestehende Nachrichten kannst du per IMAP übertragen, zum Beispiel indem du altes und neues Postfach parallel in deinem Mailprogramm einrichtest und die Ordner verschiebst. Erst danach stellst du die MX-Einträge um. So geht keine Nachricht verloren.

Was solltest du nach dem Umzug testen?

Bevor du den alten Vertrag kündigst, prüfe die neue Umgebung gründlich:

  • Lädt die Website über deine Domain mit gültigem SSL-Zertifikat (https)?
  • Funktionieren Unterseiten und Permalinks? Falls nicht, speichere die Permalinks unter Einstellungen einmal neu.
  • Kommen Kontaktformulare und Bestell-E-Mails an?
  • Laufen geplante Aufgaben wie Backups oder Newsletter weiter?
  • Sind Bilder, Schriften und Elementor-Layouts vollständig? Bei Elementor hilft es oft, unter Werkzeuge die CSS-Dateien neu zu generieren.

Wann kündigst du den alten Vertrag?

Kündige erst, wenn alles stabil läuft, und behalte das Backup noch einige Wochen. Prüfe vorher die Kündigungsfrist in deinem bisherigen Vertrag, denn manche Tarife verlängern sich automatisch um ein ganzes Jahr. Beim Domain-Umzug sollte der Vertrag beim alten Anbieter nicht vor Abschluss des Transfers enden.

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